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Warum kurzfristige Tarifwechsel langfristig teuer werden können

Seit einigen Monaten begleiten wir einen Gastronomen mit einem Jahresverbrauch von rund 80.000 kWh Strom und 120.000 kWh Gas.

Seine Einkaufsstrategie der letzten zehn Jahre war scheinbar einfach:
Jedes Jahr vermittelte ein externer „Energieberater“ neue Tarife.

Was auf den ersten Blick nach aktiver Optimierung klingt, war in Wirklichkeit keine Strategie – sondern ein wiederkehrender Vertragswechsel. Ohne strukturierte Bedarfsanalyse. Ohne Bewertung der Marktphase. Ohne kundenindividuelle Produktkalkulation.

Die angebotenen Tarife waren teils Standardprodukte, teilweise sogar für Privatkunden vorgesehen. Sie passten weder zum Lastprofil noch zur betrieblichen Situation des Unternehmens.

Warum geschah das dennoch?
Weil jedes neue Vertragsjahr eine neue Vermittlungsprovision auslöste.

Solange die Marktpreise moderat waren, fiel der strukturelle Fehler kaum auf. Doch als die Energiepreise stark stiegen, wurde es teuer.

In einer Hochpreisphase wurde erneut ein Anbieterwechsel angestoßen. Der Wechselprozess scheiterte. Das Unternehmen fiel für zwölf Monate in die Grundversorgung.

  • Grundversorgung bedeutet in der Regel:
  • deutlich höhere Preise
  • keine strukturierte Beschaffung
  • keine Preisabsicherung
  • keine Planbarkeit

Der finanzielle Schaden überstieg die möglichen Einsparungen der Vorjahre deutlich

 

Was wir daraus lernen

Energieeinkauf ist kein jährliches Ritual.
Und er ist kein Provisionsmodell.

Er ist ein strategischer Prozess.

Dazu gehören:

  • Analyse des individuellen Verbrauchsprofils
  • Auswahl eines passenden Vertragsmodells
  • Bewertung der Marktphase
  • Auswahl eines stabilen und geeigneten Lieferanten
  • aktive Begleitung des Wechselprozesses

Der billigste Tarif ist nur dann sinnvoll, wenn er in eine Gesamtstrategie eingebettet ist.

Sonst wird aus einer vermeintlichen Einsparung schnell ein Risiko.

Professioneller Energieeinkauf schützt nicht nur vor hohen Preisen.
Er schützt vor strukturellen Fehlentscheidungen.

Wenn Sie prüfen möchten, ob Ihr aktuelles Modell zu Ihrem Unternehmen passt, registrieren Sie sich unverbindlich auf energiekonsorten.de.

Als Nächstes könnten wir die „Grundversorgung“ einmal auseinandernehmen. Viele Unternehmer wissen gar nicht, was das konkret bedeutet – bis sie plötzlich drinstecken. Und das ist fast schon ein kleines Lehrstück über Marktmechanismen.